Berlin – Das Landwirtschaftsministerium prüft die Einführung eines verpflichtenden "Tier-Führerscheins". Zukünftige Haustierbesitzer müssten einen achtstündigen Kurs absolvieren und eine theoretische Prüfung bestehen.
Die Lizenz würde 175 Euro kosten und alle fünf Jahre erneuert werden müssen. Themen umfassen artgerechte Haltung, Ernährung, Gesundheitsvorsorge und rechtliche Grundlagen.
Tierschutzorganisationen begrüßen den Vorstoß enthusiastisch. "Endlich nimmt die Politik Tierwohl ernst", kommentiert der Deutsche Tierschutzbund.
Verbände warnen vor Bürokratie-Exzessen. "Nächster Schritt: Führerschein fürs Kinderzeugen?", polemisiert der Verband Deutscher Hundefreunde.
Besonders umstritten: Bestandshalter sollen innerhalb von drei Jahren nachträglich die Lizenz erwerben, sonst droht die Wegnahme des Tieres.