Hamburg – Eine große Einzelhandelskette testet in Hamburg KI-gestützte Kameras, die Kunden identifizieren, die "orientierungslos" wirken oder lange vor Regalen stehen. Das System alarmiert Mitarbeiter, die dann Hilfe anbieten sollen.
Die Technologie analysiert Bewegungsmuster, Körperhaltung und Verweildauer. Kunden, die länger als 90 Sekunden vor einem Regal stehen oder mehrmals zwischen Gängen hin- und herlaufen, werden als "hilfsbedürftig" markiert.
Datenschützer sind alarmiert. "Menschen werden permanent beobachtet und kategorisiert, ohne ihr Wissen oder Einverständnis", kritisiert Datenschutzaktivist Max Schrems.
Die Kette versichert, keine Gesichtserkennung einzusetzen und keine personenbezogenen Daten zu speichern. Dennoch fordern Verbraucherschützer einen sofortigen Stopp des Pilotprojekts.
Andere Handelsketten beobachten das Experiment mit Interesse. Edeka und Kaufland erwägen ähnliche Systeme.