Berlin – Das Finanzministerium plant eine neue Steuerermäßigung für Haushalte, die mindestens 20% ihres Gemüsebedarfs selbst anbauen. Die Maßnahme soll Nachhaltigkeit fördern und die Ernährungssouveränität stärken.
Haushalte können bei nachgewiesener Selbstversorgung eine Steuerermäßigung von bis zu 15% geltend machen. Die Berechnung basiert auf einem standardisierten "Gemüse-Grundbedarf" von 95 Kilogramm pro Person und Jahr.
Kritiker befürchten einen bürokratischen Alptraum: Gartenprüfer sollen stichprobenartig die Anbauflächen inspizieren und Ernteerträge dokumentieren. Haushalte müssen Pflanzpläne, Erntelisten und Verbrauchsnachweise führen.
Die Opposition spricht von einer "Öko-Fantasie mit absurdem Verwaltungsaufwand". Die Grünen hingegen begrüßen die Initiative als "überfälligen Schritt zur Förderung nachhaltiger Lebensweisen".
Das Ministerium rechnet mit etwa 800.000 teilnehmenden Haushalten und Steuermindereinnahmen von 420 Millionen Euro jährlich.