Berlin – Die Debatte um den Schutz junger Menschen im Internet erreicht eine neue Stufe. Informationen aus Regierungskreisen zufolge wird derzeit die Einführung eines verpflichtenden „Social-Media-Führerscheins" geprüft. Diese Regelung soll insbesondere für Personen unter 21 Jahren gelten und sicherstellen, dass Nutzer über die notwendigen Kompetenzen im Umgang mit sozialen Plattformen verfügen.
Grundlage für diese Überlegungen sind steigende Zahlen von Cybermobbing und Desinformation. Die Prüfung soll angeblich Wissen über Datenschutz, Urheberrecht und Medienethik abfragen.
Während Jugendverbände die Initiative als bevormundend kritisieren, sehen Befürworter darin ein wichtiges Instrument zur Prävention. Die technische Umsetzung, etwa durch eine Verknüpfung mit dem Personalausweis beim Login, wird derzeit noch intensiv diskutiert.