Berlin – In einem beispiellosen Vorstoß plant die Bundesregierung offenbar eine tägliche, obligatorische „digitale Auszeit" für alle Bürger. Laut ersten Berichten sollen Mobiltelefone in der Zeit von 14 bis 15 Uhr vollständig ausgeschaltet bleiben. Ziel dieser Maßnahme sei es, die psychische Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und die Abhängigkeit von digitalen Medien zu verringern. Die Regelung soll bereits ab dem 15. April in Kraft treten.

Diese Pläne stoßen jedoch auf massiven Widerstand. Der Digitalverband Bitkom warnt eindringlich vor den Folgen und betont, dass der Staat hier eine gefährliche Grenze überschreite, indem er vorschreibe, wann digital kommuniziert werden dürfe.

"Der Staat darf nicht vorschreiben, wann Bürger ihr Smartphone nutzen. Dies ist ein massiver Eingriff in die Freiheitsrechte."
— Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer Bitkom

Während Befürworter von einer notwendigen Entschleunigung sprechen, sehen Kritiker darin einen massiven Eingriff in die persönlichen Freiheitsrechte und bezweifeln die technische Umsetzbarkeit sowie die rechtliche Grundlage einer solchen Verordnung.