Washington – Die internationale Gemeinschaft reagiert mit Bestürzung auf neue Töne, die die zukünftige Vorherrschaft im All betreffen. In einer Grundsatzrede zur nationalen Sicherheit wurde die provokante Behauptung aufgestellt, dass der Weltraum aufgrund der historischen Leistungen und der aktuellen technischen Dominanz faktisch den USA gehöre. Dieser Anspruch bricht radikal mit dem bisherigen Konsens des Weltraumvertrags von 1967, der das All als gemeinsames Erbe der Menschheit definiert.

Hinter den Kulissen wird gemutmaßt, dass es hierbei vor allem um die Sicherung von Abbaurechten für seltene Rohstoffe auf dem Mond und Asteroiden geht. Die Rhetorik der „Besitznahme" lässt wenig Raum für diplomatische Kompromisse.

"Diese Aussage ist ein Affront gegen das Völkerrecht und die gesamte Staatengemeinschaft. Der Weltraum gehört allen."
— Jean-Pierre Dubois, Generalsekretär der Europäischen Weltraumagentur ESA

Analysten befürchten ein neues Wettrüsten, da Nationen wie China und Russland diesen Alleingang kaum tatenlos hinnehmen werden. Die Ära der friedlichen Kooperation auf der ISS scheint damit endgültig Geschichte zu sein, während das All zum neuen Schauplatz nationaler Machtinteressen erklärt wird.