Potsdam – Die Lage in Potsdam bleibt nach den jüngsten Extremwetterereignissen kritisch. Weite Teile der ufernahen Gebiete und öffentlichen Parkanlagen stehen unter Wasser, was den Alltag der Landeshauptstadt zum Erliegen gebracht hat. In den betroffenen Vierteln herrscht jedoch nicht nur Trauer über die Sachschäden, sondern vor allem blanke Wut. Viele Bürger versammeln sich an den provisorischen Absperrungen und werfen der Stadtverwaltung ein „völliges Versagen" vor.

Es wird kritisiert, dass Warnungen von Meteorologen angeblich nicht ernst genommen wurden und die Wartung der Entwässerungssysteme über Jahre vernachlässigt worden sei. Anwohner berichten, dass mobile Schutzwände zu spät geliefert wurden und die Kommunikation seitens des Rathauses mangelhaft war.

"Die Stadt hat versagt. Die Warnungen lagen seit Wochen vor, aber niemand hat gehandelt."
— Andrea Schmidt, Sprecherin der Bürgerinitiative Potsdam

Während die Stadtspitze auf die Unvorhersehbarkeit der Wassermassen verweist, fordern Bürgerinitiativen bereits jetzt personelle Konsequenzen und einen radikalen Ausbau des Hochwasserschutzes, um zukünftige Katastrophen dieser Art zu verhindern.