Berlin – Die Deutsche Bahn hat ein KI-System entwickelt, das Verspätungen bis zu 48 Stunden im Voraus vorhersagt – mit 94% Genauigkeit. Doch statt die Pünktlichkeit zu verbessern, nutzt die Bahn die Daten für "präventive Ausfälle".

Züge, bei denen große Verspätungen prognostiziert werden, fallen nun vorsorglich aus. Die Bahn argumentiert, dies verbessere ihre Pünktlichkeitsstatistik und ermögliche es Reisenden, rechtzeitig umzuplanen.

"Ein Zug, der gar nicht fährt, ist nicht verspätet. Das ist reine Logik."
— DB-Sprecher Achim Stauss

Fahrgastverbände sind empört. "Die Bahn bekämpft nicht Verspätungen, sondern ihre Statistik", kritisiert der Fahrgastverband Pro Bahn.

Interne Dokumente zeigen: Seit Einführung des Systems ist die offizielle Pünktlichkeitsquote um 12% gestiegen – gleichzeitig aber auch die Zahl der Zugausfälle um 34%.

Das Verkehrsministerium prüft nun, ob die Praxis rechtlich zulässig ist. Experten sprechen von "Statistik-Manipulation" und "Betrug am Kunden".